Spielunterbrechung bringt Gastgeber aus dem Konzept

U19 unterliegt Bayer Leverkusen mit 0:4.

Die A-Junioren des SV Rödinghausen sind in der Bundesliga nicht unbedingt vom Glück verfolgt. Beim 0:4 gegen Bayer 04 Leverkusen war die Elf von Trainer Daniel Lichtsinn nach dem knappen 0:1-Rückstand zur Pause gut im Spiel und drängte auf den Ausgleich, als bedingt durch eine Verletzung von Schiedsrichter Patrik Feyer, die Partie nach knapp einer Stunde für 15 Minuten unterbrochen werden musste.

Als ein Ersatz-Assistent gefunden war und der bisherige Linienrichter Daniel Piotrowski wieder anpfeifen konnte, war der Schwung der Hausherren dahin, so dass die cleveren Gäste noch zu drei weiteren Toren kamen. Im ersten Durchgang hielten die Rödinghauser den Favoriten aus dem Rheinland auch dank eines wirkungsvollen Gegenpressings weitgehend in Schach. Die von Markus von Ahlen trainierten Gäste verzeichneten zwar deutlich mehr Ballbesitz, erspielten sich in den ersten 30 Minuten gegen die sehr laufstarken und gut verschiebenden Gastgeber aber nur eine einzige Torchance, die Ömer Tokac nach gut 20 Minuten vergab.

Das 1:0 für die Gäste in der 30. Minute resultierte aus einer Standardsituation. Nach einem zunächst abgewehrten Eckball wurde der Ball noch einmal vor das Tor geflankt. Am langen Pfosten stand Bayer-Kapitän Jan Boller und traf per Kopf genau in den Winkel. „Da sind wir nach dem ersten Ball nicht aufgerückt, das hatten wir anders besprochen“, ärgerte sich Daniel Lichtsinn. Mehr passierte bis zur Pause nicht.

Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs gehörte dann eindeutig dem SVR-Nachwuchs, der deutlich offensiver agierte und das Spiel in die Leverkusener Hälfte verlagerte. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff hatte Kapitän Henrik Winkelmann den Ausgleich auf dem Fuß, schoss aber nach einem Freistoß aus dem Halbfeld und anschließender Kopfballverlängerung aus kurzer Distanz Bayer-Schlussmann Marcel Lotka an. Kurz darauf forderte der SVR-Anhang lautstark Elfmeter, als ein Leverkusener den Ball mit der Hand im Strafraum mitnahm, Feyer aber auf Weiterspielen entschied.

Als die Partie nach der Unterbrechung weiterging, schienen die Gäste die Zeit besser genutzt zu haben, denn nach dem 0:2 durch Yamada in der 62. Minute kassierten die Rödinghauser noch zwei weitere Treffer zum 0:4-Endstand. „Die Unterbrechung hat uns nicht gut getan, wir waren gut im Spiel“, meinte Lichtsinn, der sich aber über die Entstehung der Tore in der zweiten Hälfte ärgerte. „Da haben wir es Bayer zu leicht gemacht und keine Gegenwehr geleistet“, bemängelte der Trainer.

(NW vom 26.11.18)