Seriensieger schlagen erneut zu

SVR gewinnt die Fußball-Hallenkreismeisterschaft.

Die U 23 des SV Rödinghausen gewinnt zum dritten Mal in Folge den Art-Medial-Cup. Im Finale zweier Westfalenligisten besiegt die Regionalliga-Reserve vor 400 Zuschauern im Sportpark Enger den SC Herford mit 4:1.

Die Rödinghauser, die das Turnier mit Spielern des U-23-Westfalenligakaders bestritten, besiegten im Finale den SC Herford nach Toren von Ilias Illig, Christian Schmidt, Bennett Heine und Tobias Guthardt bei einem Gegentreffer von Herfords Dimitrios Nemtsis zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich mit 4:1. Gemeinsam mit Hakim Aytan von RW Kirchlengern sicherte sich SVR-Abwehrspieler Tobias Guthardt mit elf Treffern auch den Titel des besten Torjägers.

Bereits in den Gruppenspielen der Zwischenrunde hatte sich die Regionalliga-Reserve keine Blöße gegeben und nach souveränen Siegen gegen RW Kirchlengern (4:1), TuRa Löhne (4:0) und SV Bischofshagen-Wittel (5:0) ohne Probleme das Halbfinale erreicht. Hier leistete A-Ligist SG FA Herringhausen-Eickum zwar lange Widerstand und hatte einige gute Chancen, musste sich den Rödinghausern aber letztlich mit 0:2 geschlagen geben.

Auch die Herforder gingen mit drei Siegen aus drei Spielen durch die Gruppenspiele und kassierten in den Partien gegen SV Löhne-Obernbeck (2:0), VfL Holsen (1:0) und BV Stift Quernheim (2:0) nicht einmal ein Gegentor. Im Halbfinale gegen den TuS Bruchmühlen, der sich mit sechs Zählern als bester Gruppenzweiter fürs Halbfinale qualifiziert hatte, mussten die Herforder aber ins Neunmeterschießen, nachdem es nach zwölf Minuten 0:0 gestanden hatte. Hier erwiesen sich die SC-Schützen als etwas treffsicherer und zogen mit 4:2 ins Endspiel ein, das über zweimal zehn Minuten gespielt wurde.

Hier belauerten sich die beiden Teams im ersten Durchgang weitgehend, wobei die Rödinghauser die etwas aktivere Mannschaft stellten. Drei Minuten nach Wiederanpfiff brachte Ilias Ilig den SVR im Nachsetzen in Führung. Als kurz darauf SCH-Aktivposten Volkan Ünal wegen Meckerns für zwei Minuten das Feld verlassen musste, deutete alles auf einen Sieg des SVR hin. Herford bäumte sich in Unterzahl aber auf und kam durch Dimitrios Nemtsis vier Minuten vor dem Ende zum Ausgleich.

Der hatte jedoch nicht lange Bestand, denn der SVR drehte noch einmal auf und erzielte durch Christian Schmidt, Tobias Guthardt und Bennett Heine binnen drei Minuten die Treffer zum letztlich ungefährdeten 4:1-Sieg. Den dritten Platz holte sich der TuS Bruchmühlen durch ein 4:2 im Neunmeterschießen gegen Herringhausen-Eickum. Einen erneut starken Auftritt legte der B-Ligist SV Bischofshagen-Wittel hin. Die „Häger“, die aufgrund eines zeitgleich stattfindenden eigenen Turniers ohne ihren lautstarken Anhang angereist waren, kamen gegen TuRa Löhne zu einem 1:1 und besiegten anschließend RW Kirchlengern mit 2:1, ehe das Team beim 0:5 gegen den SV Rödinghausen II chancenlos war.

Auch GW Pödinghausen, zweiter B-Ligist in der Endrunde, bewahrte sich nach einem Sieg über die SG Bustedt und einem 0:0 gegen Herringhausen lange die Chance auf das Halbfinale, ehe ein 0:3 gegen Bruchmühlen das Aus bedeutete. Ein bitterer Beigeschmack für die Grün-Weißen war die Verletzung von Ahmed Charki, der in der Partie gegen Herringhausen nach einem Check von Tim Spilker einen Nasenbeinbruch erlitt. Zudem sah Malte Siekmann, der zuvor eine zweiminütige Zeitstrafe wegen Reklamierens erhalten hatte, nach einem Foulspiel die Rote Karte.

Martin Sek, Trainer der SVR-Reserve, war direkt aus dem Urlaub angereist und mit der Vorstellung seiner Mannschaft, die sich weitgehend selber coachte, sehr zufrieden. „Ich kann den Jungs da völlig vertrauen. Die haben alle Bock, in diesem Käfig zu spielen und entsprechend Gas gegeben“, resümierte Sek, der zum ersten Mal im Sportpark Enger zu Gast war.

„Das ist hier auf dem großen Feld ganz anders als ein normales Hallenturnier. Ich finde das sehr interessant, allerdings sollte es eine klare Linie geben, wie es weitergeht, wenn der Ball im Netz ist, oder auch was das Thema Grätschen angeht“, regte Sek an.

Foto: Benjamin Büschenfeld

(NW vom 07.01.18)