In 120 Minuten zum Finale

Rödinghausen gewinnt packenden Pokalfight.

Im Halbfinale des Westfalenpokals empfing der SVR den TuS Haltern. In der Anfangsaufstellung der Wiehenelf stand nach Verletzung wieder der Mann der Rödinghauser für Pokalabende: Linus Meyer.

Die ersten Minuten begann die Heimmannschaft druckvoll, jedoch dauerte es bis zur ersten Torchance 21 Minuten, als Angelo Langer aus 16 Metern den Ball ein gutes Stück über das Tor setzte. Das Spiel war von den Anfangsminuten an körperbetont. Die erste Verwarnung sprach die Unparteiische Vanessa Arlt bereits nach 12 Minuten aus: Lars Pöhlker hielt Engelmann auf Höhe der Mittellinie fest und verhinderte so einen guten Konter.

Nach einer guten halben Stunde fand der TuS Haltern immer mehr ins Spiel und hatte durch Deniz Fahri Batman und Arda Nebi erste gute Chancen (27. und 28.) Auch die beste Möglichkeit des ersten Durchgangs hatte dann nochmal der TuS Haltern, ein straffer Schuss von Romario Wieweg aus gut 20 Metern ging flach ins linke Eck, wo Jan Schönwälder aber stark parierte (45.).

Der zweite Durchgang begann wie der erste aufhörte, eher träge und mit wenig gefährlichen Aktionen. Bis zur ersten guten Chance verging etwas mehr als eine Viertelstunde, ein Freistoß aus dem Halbfeld von Simon Engelmann wurde von Daniel Flottmann per Kopf gut auf Linus Meyer zurückgelegt, der platziert ins linke Eck abschloss, wo Rafael Hester aber stark parieren konnte (62.). Ab der 66. Spielminute musste der SVR das Spiel mit 10 Mann fortsetzen. Kelvin Lunga lief ein starkes Dribbling an der rechten Seite, wurde aber vom Verteidiger gestoppt und traf beim Nachsetzen diesen unglücklich; nach der ersten Verwarnung in der 55. folgte der Platzverweis.

In der 71. Minute ein kurzer Schockmoment beim SV Rödinghausen: Schlussmann Schönwälder blieb nach einem Zusammenstoß im 5-Meter-Raum benommen liegen, konnte nach wenigen Minuten Behandlung aber weitermachen. Kurz vor dem Ende glich TuS Haltern die Anzahl der Feldspieler wieder aus, Nikola Serra wurde an der rechten Seite im Vollsprint von Romario Wiesweg von den Beinen geholt, dieser sah zurecht die rote Karte. Die letzte Chance der regulären Spielzeit hatte die Wiehenelf: Der eingewechselte Azur Velagic legte im 5-Meter-Raum auf Simon Engelmann zurück, der das Tor aber knapp verfehlte. 90 Minuten reichten nicht aus, einen Sieger auszumachen. Es ging in die Verlängerung.

Die erste Hälfte ließ ein Elfterschießen erahnen, da beide Mannschaften sichtlich ausgelaugt wirkten. Dann aber die 109. Minute: Schlottke marschierte nach vorne und legte ab auf Engelmann, dieser konnte aus 6 Metern abschließen, legte aber noch mal quer auf Nikola Serra, der lässig einschieben konnte. Dem TuS Haltern blieben 10 Minuten für den Ausgleich, stellten deshalb offensiv um.

Die entstehenden Lücken in der Defensive konnte Björn Schlottke nutzen, eine kurze Flanke von Azur Velagic sorgte für Chaos in der Innenverteidigung, 2:0 für den SVR (113.). TuS Haltern stellte das Spielen daraufhin nahezu komplett ein, sodass der Pokalmann Linus Meyer den Schlusspunkt für den SVR setzen konnte: Ein geschickter Pass im 5-Meter-Raum von Engelmann auf Meyer bereitete das 3-0 vor (117.). Rödinghausen steht somit nach einem packenden Pokalfight im Finale des Westfalenpokals.

(FO)

DIE SPIELDATEN

SV Rödinghausen: Schönwälder – Flottmann, F. Kunze, Engelmann (120. Lokotsch), Meyer, Lunga, Wolff, von Piechowski (88. Velagic), L. Kunze (70. Serra), Pfanne (112. Schlottke), Langer.

TuS Haltern: Hester – Kasak, Forsmann, Wiesweg, Pöhlker, Vennemann, Eisen, Batman, Oerterer, Schultze, Nebi.

Tore: 1:0 Serra (109.), 2:0 Schlottke (113.), 3:0 Meyer (117.).

Schiedsrichter: Vanessa Arlt, assistiert von Jürgen Meller und Lasse Lütke-Kappenberg.

Zuschauer: 501

Foto: Lennart Kränke