Die 30-Punkte-Marke vor Augen

Abschluss der Hinrunde beim TV Herkenrath.

21, 25, 23, 27. Das sind die Punkte, die der SV Rödinghausen in seinen bisherigen vier Spielzeiten in der Fußball-Regionallga am Ende der jeweiligen Hinrunde auf dem Konto hatte. Aktuell sind es wieder 27 Zähler, aber ein Spiel steht noch aus. Sollte der SVR also am Samstag ab 14 Uhr beim Tabellenletzten TV Herkenrath punkten, hätte das Team vom Wiehen – unabhängig von den herausragenden Pokalerfolgen – auch in der Liga seine bislang beste Hinrunde gespielt.

SVR-Trainer Enrico Maaßen strebt aber natürlich nicht nur einen Teilerfolg beim Aufsteiger an, sondern möchte mit seiner Elf dreifach punkten. „Unser Ziel ist es, das Spiel zu gewinnen. Dann hätten wir die 30-Punkte-Marke erreicht. Und wir haben sicher die Möglichkeit, auch diesen Wert in der Rückrunde noch zu verbessern“, deutet der Trainer an, dass sich sein derzeit viertplatziertes Team weiter in der Spitzengruppe behaupten will. Zunächst einmal aber gilt es, die vermeintliche Pflichtaufgabe im Bergisch Gladbacher Stadtteil Herkenrath nach bereits gestern erfolgter Anreise genauso ernst zu nehmen wie vor Wochenfrist das Spiel gegen den Vorletzten 1. FC Köln II, als der SVR zwar nicht durchweg glänzte, aber souverän mit 2:0 die Oberhand behielt.

Allerdings bekommen es die Rödinghausener nicht unbedingt zum günstigsten Zeitpunkt mit dem TVH zu tun. Denn nachdem dieser bei seinen Niederlagen in den letzten drei Ligaspielen 1:13 Tore kassiert hatte, trennte sich der Klub vor einigen Tagen von Trainer Chris Burhenne, der durch Ex-Profi Thomas Zdebel ersetzt wurde. Und dem gelang am Dienstag im Mittelrhein-Pokal mit einem 4:2-Sieg gegen den Klassenrivalen Bonner SC sofort ein erfolgreicher Einstand. „Herkenrath hat sicherlich Schwächen in der Defensive, die auch uns nicht verborgen geblieben sind. Aber sie stehen jetzt scheinbar etwas tiefer als vorher und haben zudem eine gute und schnelle Offensive, die wir nicht zur Entfaltung kommen lassen dürfen. Lars Lokotsch ist da etwa ein echter Mentalitätsspieler, der auch schon acht Saisontore auf dem Konto hat, Hinzu kommt mit Vincent Geimer ein guter Standardschütze“, hat Maaßen ausgemacht.

Letztlich komme es aber vor allem wieder darauf an, das eigene Spiel durchzuziehen. „Wir müssen unsere hohe Intensität beibehalten, sehr aufmerksam und vor allem gierig auf den Sieg sein“, sagt Maaßen, der sein Team am Samstag zwangsläufig ein wenig umbauen muss, da Linus Meyer gesperrt ist, nachdem er gegen Köln II die fünfte gelbe Karte gesehen hat. „Das ist natürlich schade, weil er zur Zeit sehr gut drauf ist. Aber wir haben ja gerade in der Offensive einige Möglichkeiten, um das zu kompensieren.“ Fehlen wird zudem voraussichtlich Haktab Omar Traoré, der wegen eines Infektes unter der Woche nicht trainieren konnte.

(NW vom 09.11.18)

INFO:

Austragungsort: Rasenplatz, Belkaw Arena, Paffrather Str. 135, 51465 Bergisch Gladbach.
Anstoß: 10. November 2018, 14:00 Uhr