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Sieg im Flutlichtspiel

SVR schlägt Paderborn 2:1.

Das Déjà-vu blieb aus. Mit einem wahren Kraftakt besiegte der SV Rödinghausen in der Fußball-Regionalliga die U23 des SC Paderborn mit 2:1 (2:0). Im Heimspiel gegen den 1. FC Köln hatte sich die Mannschaft von Trainer Dennis da Silva Félix eine 2:1-Führung (85.) am Ende noch vom Brot nehmen lassen und mit 2:3 verloren.

Entsprechend war die Erleichterung der Rödinghausener nach dem Abpfiff in der siebten Minute der Nachspielzeit vor 673 Zuschauern im Häcker Wiehenstadion. Der Sieg geht unter dem Strich in Ordnung, da die Paderborner eine schwache erste Halbzeit spielten, in der der SV Rödinghausen durch zwei Treffer von Stürmer Eduard Probst den Grundstein für den späteren Erfolg legte.

In der 2. Minute spielte der aufgerückte und überragende Rechtsverteidiger Leon Tia einen Sahnepass aus dem Halbfeld auf Probst, der sich in der Strafraummitte durchsetzte und überlegt zur 1:0-Führung einschob. Von der Führung beflügelt rissen die Wiehen-Kicker das Spiel an sich.

Die Paderborner, die es gewohnt sind, von hinten heraus ein strukturiertes Angriffsspiel aufzuziehen, wirkten konzeptionslos. Auch reichte die Spielgeschwindigkeit nicht aus, um die exzellente Viererkette des SV Rödinghausen in Verlegenheit zu bringen. Völlig unnötig fing sich Abdul Moursalim Fesenmeyer in der 25. Minute eine Gelbe Karte ein, als er den Ball nach dem Pfiff des guten Schiedsrichters Nils Hase noch ins Seitenaus beförderte.

Der SVR schaffte es trotz Ballbesitz nicht, sich weitere Chancen zu erarbeiten, und so wurde die junge Paderborner Mannschaft nach und nach frecher. In der 35. Minute hatten sie die erste Chance, als Niklas Mohr den Ball auf Travis de Jong passte, der im Strafraum das Sportgerät aber nicht gewinnbringend verarbeitete. In der 37. und 42. Minute testeten Mohr und Georg Ermolaev ihre Fähigkeiten mit Distanzschüssen. Mit dem gesteigerten Selbstvertrauen bei den Gästen stieg auch die Verunsicherung bei Rödinghausen, die sehnlichst den Pausenpfiff erwarteten. Und in diese Drangphase hinein, quasi aus dem Nichts, konterte Eduard Probt die Paderborner nach einem herrlichen langen Pass hinter die Kette zur 2:0-Führung aus.

Die Paderborner kamen mit reichlich Willenskraft aus der Kabine. Die 2. Halbzeit sollte ihnen gehören. Allerdings stellte sich ihnen die aufmerksame Viererkette der Hausherren in den Weg, die den Paderbornern nur wenig Raum zur Entfaltung bot. In der 71. Minute brachte Dennis da Silva Félix mit Luca Bauer und Mattis Rohlfing frische Kräfte, in der Hoffnung, die 2:0-Führung mit dem dritten Treffer abzusichern. Stattdessen rollte der Ball nach einem Pressschlag im Strafraum glücklich vor die Füße von Paderborns Julius Bugenhagen, der den 1:2-Anschlusstreffer (75.) markierte. Zwei Minuten später musste Julian Schewemann (SVR) verletzt den Platz verlassen. Nun hatte fast nur noch Paderborn den Ball, doch die SVR-Defensive hielt stand. Tribut für seinen unermüdlichen Einsatz musste Leon Tia zahlen, der sich von Wadenkrämpfen geplagt in der 87. Minute auswechseln ließ.

Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit hielten die SVR-Fans den Atem an, als Tim Corsten den Ball in letzter Sekunde gerade noch weg spitzelte, bevor sein Paderborner Gegenspieler im Strafraum zu Boden ging. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb ab stumm. Die knapp sieben Minuten Nachspielzeit zogen sich wie Kaugummi. SVR-Torwart Dennis Gorka fing sich noch eine Gelbe Karte wegen Zeitspiels ein, genauso wie der Paderborner Medin Kojic, der mit einer Grätsche einen Schritt zu spät war und Rödinghausens Marius Bauer zu Fall brachte.

(Quelle: NW)

DIE SPIELDATEN

SV Rödinghausen: Gorka; Reutter, Corsten, Hippe, Tia (Miftaraj), Dantas, Chato (71. Bauer), Fesenmeyer (46. Yildirim), Schwermann (78. Köhler), Breuer (71. Rohlfing), Probst.

Tore: 1:0 (2.) Probst, 2:0 (45.+2) Probst, 2:1 (75.) Bugenhagen.

Zuschauer: 673

Foto: Joel Beinke

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