U23 gewinnt in Espelkamp

Spannende Partie endet 2:1.

Es war wieder so weit! Derby in Espelkamp: Preußen Espelkamp gegen den SV Rödinghausen in der Westfalenliga. Das Aufeinandertreffen beider Vereine ist nicht nur aus geografischer Sicht brisant, auch ist der Kader der Preußen mit vielen alten Rödinghausern verstärkt, welche nördlich vom Wiehengebirge eine neue sportliche Heimat gefunden hatten. Auf dem Papier verfügen die Espelkamper über einen der stärksten Kader der Liga und gelten daher zu Recht als Aufstiegsfavorit.

Die erste Halbzeit war noch sehr umkämpft, wenn auch mit Vorteilen für die Gastgeber. Der SVR startete zwar mit einer guten Lauf- und Einsatzbereitschaft, jedoch wussten die Espelkamper den Ball gut in den eigenen Reihen laufen zu lassen, so dass es wenig Zugriff für die Wiehenelf gab. Auch die Torchancen waren eher bei den Preußen zu verbuchen, jedoch blieben diese aus SVR-Sicht glücklicherweise erfolglos.

Das änderte sich schnell nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit. Bereits in der 46. Minute konnten die Gastgeber über Allan Firmino Dantas die Führung verbuchen. Jedoch hatte Trainer Björn Hollenberg in der Pause die richtige Idee gehabt und in Halbzeit zwei mit einer Dreierkette spielen. Dies veranlasste das Rödinghauser Spiel wesentlich mutiger und spritziger zu werden, auch wurden die Fehler weniger. In der 70. Minute konnte die Wiehenelf vom Punkt nach einem Foul an Silas Burke den Ausgleich erzielen. Den Strafstoß schoss Niklas Wiemann.

Den Preußen ließen im Laufe der zweiten Spielzeit die Kräfte zusehends nach, wohingegen der SVR noch frischer auftrat. Gefährlich wurde es dennoch, besonders bei den Standardsituationen konnten sich die Rödinghauser wiederholt bei ihrem Schlussmann Luis Weber bedanken. Das Spiel wäre mit einem Unentschieden auch nicht ungerecht ausgegangen, aber der SVR konnte in der Nachspielzeit doch noch den Lucky Punch setzen. Fynn Mewes verwandelte in der 95. Minute nach starker Vorarbeit von Tom Fuhrmann zum 2:1 Siegtreffer. Ein Mentalitätssieg der Rödinghauser U23.

Trainer Hollenberg war nach dem Spiel sichtlich euphorisiert: „Das ist ein bemerkenswertes Resultat. Wir treten mit einer jungen Mannschaft gegen viele erfahrende ehemalige Dritt- und Viertligaspieler an und haben uns als Mannschaft einheitlich und kämpferisch gezeigt. Nach elf Spielen kann ich sagen, dass unsere Entwicklung auf jeden Fall in die richtige Richtung geht. Auch möchte unseren Gastgebern heute nochmal ein Kompliment aussprechen: Das war ein hochklassiges Fußballspiel, ich drücke den Espelkampern die Daumen, dass sie ihre sportlichen Ziele erreichen.“

Kommendes Wochenende erwartet die U23 den Lüner SV auf dem Kunstrasenplatz am Häcker Wiehenstadion (14.11.21 um 14.30 Uhr).

(MM)