Demirays Doppelpack bringt Hoffnung zurück

U19 setzt sich gegen RW Essen mit 2:0 durch.

Die Sonne schien nicht nur auf der Sonnenseite des Wiehengebirges, nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg der A-Jugend des SV Rödinghausen in der Fußball-Bundesliga West gegen RW Essen strahlte sie gestern auch. Nach monatelangen negativen Ergebnissen gelang den Gastgebern endlich wieder ein „Dreier“, der neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt bringt.

„Es war wenig Fußball. Wir haben uns aber endlich für den großen Aufwand belohnt“, resümierte ein überglücklicher SVR-Trainer Daniel Lichtsinn. Das Spiel ist schnell erzählt: Überaus wenige Torgelegenheiten auf beide Seiten standen zu Buche. Mervan Aydin hatte als einzige Großchance auf der Gästeseite nach nur vier Minuten die Führung auf dem Fuß, doch frei vor dem Tor setzte der Essener den Ball über den Kasten.

Effizienter ging es dann auf der anderen Seite zu. Ein Doppelpack von Dogukan Demiray besorgte den langersehnten Sieg – es waren die einzigen beiden echten Torgelegenheiten für den SVR im gesamten Spiel. Erst traf er per Kopf nach einem abgefälschten Abschluss von Jan Marten Rittmann (11.). Dann eroberte Kilian Tschöpe im Mittelfeld den Ball und leitete einen sehenswerten Konter ein: Über die rechte Seite erreichte Demiray dann den Ball, eine Drehung später und Abschluss auf die rechte Torhälfte jubelten die Spieler mit den Fans im Häcker Wiehenstadion über das 2:0 (70.).

Die Partie war insgesamt sehr zweikampfbetont, folglich gab es viele Freistöße und gelbe Karten. Schön anzusehen war es nicht unbedingt. „Es hat trotz des Erfolgs nicht alles gepasst, wir haben zu viele Standards zugelassen. Aber jetzt zählt nur der Sieg. Wir waren sehr stabil und haben uns nie aus der Ruhe bringen lassen“, sagte Lichtsinn, der mit seiner Mannschaft zwar immer noch auf dem letzten Tabellenplatz verweilt, aber dennoch den Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz elf auf fünf Punkte verkürzen konnte.

Eine strittige Szene gab es im übrigen kurz vor dem Pausentee. Essens Yannick Debrah setzte mit offener Sohle im gefährlichen Spiel den Fuß in Richtung Gesicht des Torhüters Johannes Schubert – sicherlich rotwürdig. Am Ende des Tages blieb dies aber nur eine Randnotiz.

(NW vom 25.02.19)