Zitterpartie mit glücklichem Ende

SVR ERREICHT DRITTE RUNDE DES WESTFALENPOKALS.

Der SV Rödinghausen hat mit viel Mühe die dritte Runde des Fußball-Westfalenpokals erreicht. Der Regionalligist setzte sich gestern Abend mit 5:4 (1:1, 1:1) nach Elfmeterschießen beim Oberligisten SV Westfalia Rhynern durch und kann sich nun auf ein Heimspiel gegen den Drittligisten Preußen Münster freuen.

Rödinghausens Trainer Enrico Maaßen hatte seine Startelf gegenüber dem 3:4 am Samstag gegen Borussia Dortmund II auf drei Positionen verändert. Das Tor hütete Jan Schönwälder, in der Dreierkette wurden anstelle von Nikola Serra und Azur Velagic diesmal Ihsan Kalkan und erstmalig im SVR-Trikot Neuzugang Laurin von Piechowski aufgeboten. Auf dem schwer bespielbaren Rasenplatz in Hamm, der durch vorangehende Regenfälle noch unberechenbarer geworden war, hatte der SVR vor 266 Zuschauern zwar Mühe, nahm aber dennoch als Favorit das Heft des Handelns in die Hand.

Nach einer ersten Gelegenheit in der sechsten Minute von Dennis Engel hatte Torjäger Simon Engelmann vor der Pause die beiden besten Gelegenheiten zur Gästeführung. In der 23. Minute setzte er den Ball nach einem von der linken Seite vor das Tor geschlagenen Freistoß von Eros Dacaj an den Pfosten, sechs Minuten später schoss er nach schöner Vorarbeit Dacajs aus zehn Metern über das Tor. Viel mehr ließen die leidenschaftlich agierenden, aber offensiv zunächst harmlosen Gastgeber im ersten Durchgang nicht zu.

Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild. Zwar hatte der SVR die erste Chance, als ein Kopfball Franz Pfannes nach einer Ecke das Tor knapp verfehlte (47.), doch danach wurde Rhynern plötzlich mutiger. In der 50. Minute verfehlte Hakan Sezer nach Hereingabe von Lennard Kleine das Tor nur knapp. Drei Minuten später machte Lennard Kleine es dann selbst besser. Nach Vorlage seines Bruders Jan erzielte er mit einem Schuss aus der zweiten Reihe das 1:0 für die Hausherren. In der 59. Minute hatte Rödinghausen erneut Pech mit einem Aluminiumtreffer. Diesmal traf der kurz nach Beginn der zweiten Hälfte für den verletzten Björn Schlottke gekommene Kelvin Lunga den Pfosten. Viel mehr fiel dem klassenhöheren Favoriten offensiv zunächst allerdings nicht ein. Doch in der 81. Minute sollte das 1:1 fallen. Erneut war es Dacaj mit einem Freistoß, der die Gefahr heraufbeschwor. Im Anschluss kam Lunga ungehindert zum Kopfball und setzte den Ball in die Maschen. Nun drängte der SVR auf die Entscheidung in der regulären Spielzeit. Diese verpasste der eingewechselte Joy-Slayd Mickels mit einem weiteren Pfostentreffer (90.), unmittelbar vor dem Abpfiff rettete Rhynerns Patrick Polk nach Abschluss Engelmanns kurz vor der Torlinie.

So musste der SVR drei Tage vor dem schweren Meisterschaftsspiel bei Viktoria Köln auch noch nachsitzen und hatte zunächst Glück, als Lucas Arenz mit einem Schuss die Oberkante der Latte traf (95.). Dann war auf der anderen Seite wieder Dacaj an der Reihe, der mit einem Freistoß Rhynerns Torhüter Alexander Hahnemann zu einer starken Parade zwang (99.). Eine Minute vor Schluss vor Schluss der Verlängerung schien dann von Piechowski den Ball nach Flanke von Pfanne per Kopf über die Linie gedrückt zu haben, dies sah Schiedsrichter Lars Bramkamp nach Faustabwehr von Hahnemann allerdings anders und so ging es ins Elfmeterschießen.

Hier scheiterte zwar Dacaj zunächst an Hahnemann, da Schönwälder anschließend aber die Schüsse von Akhim Seber und Leon Müsse parierte, war es letztlich Engelmann, der mit dem letzten Schuss Rödinghausen in die dritte Runde brachte.

(NW vom 13.09.18)

DIE SPIELDATEN

SV Rödinghausen: Schönwälder – Flottmann, Kalkan (77. L. Kunze), F. Kunze (77. Mickels), Dacaj, Engelmann, Schlottke (51. Lunga), Knystock, Engel, von Piechowski, Pfanne.

Westfalia Rhynern: Hahnemann, Polk, Cieslak, Stöhr (102. Ploczicki), Sezer (68. Seber), L. Kleine, Neumann, Arenz (108. Arenz), J. Kleine., Böhmer, Wiese.

Tore: 1:0 (56. Kleine), 1:1 (82. Lunga).

Schiedsrichter: Lars Bramkamp, assistiert von Björn Stempel und Mario Tiller.

Zuschauer: 266