Viel Lob für den verdienten Sieger

U23 gewinnt Turnier des SV Hüllhorst-Oberbauerschaft.

Sie boten den mit Abstand besten Hallenfußball: Die Spieler des Westfalenligisten SV Rödinghausen II (U23) räumten gestern Abend in der Hüllhorster Sporthalle beim Turnier des SV Hüllhorst-Oberbauerschaft um den Schuster-Cup nicht nur Pokal und Siegprämie ab, sondern strichen darüber hinaus anerkennende Worte der Konkurrenz ein. „Ein dickes Lob an die Rödinghauser. Sie haben gezeigt, wie man in der Halle guten Fußball spielt“, betonte Tengerns Cotrainer Bastian Bartelheimer, der mit den „Kleeblättern“ Dritter wurde.

„Diese Komplimente nehmen wir natürlich gerne an“, hatte Rödinghausens Trainer Martin Sek nach dem mit 4:3 gewonnenen Endspiel gegen den Westfalenliga-Konkurrenten VfL Theesen gut lachen. Hinter dem 40-jährigen Espelkamper und seinem Team liegt ein perfektes Wochenende, denn am Samstag hatten die Rödinghausener bei den Herforder Kreismeisterschaften triumphiert. „Deshalb sind wir hier am Ende ein bisschen auf der Felge gelaufen. Doch die Jungs haben das sehr gut gemacht, haben viele Tore erzielt und am Ende wohl auch verdient gewonnen“, fasste Sek treffend zusammen.

Lediglich im Endspiel war das Team um den zukünftigen Espelkamper Bennett Heine ein wenig in Bedrängnis geraten. Theesen glich zum 1:1 aus und kam auf 2:3 und 3:4 heran und machte es spannend. Doch der am Ende verdiente Turniersieger brachte den Vorsprung über die Zeit. Jeweils fünf Tore gelangen während des Turnierverlaufs Rene Heitkamp und Tobias Guthardt, außerdem kamen bei den Rödinghausern Torhüter Yannick Rohrmann, Fynn Hagen Rausch-Bönki, Jonas Burke, Vitaliy Kulpa, Justin-Marc Manske, Nico Kötter, Nico Tesch und Kapitän Bennett Heine zum Einsatz.

Der im Finale unterlegene VfL Theesen konnte sich mit Platz zwei und der Auszeichnung des erfolgreichsten Torschützen trösten. Kai-Niklas Janz traf sieben Mal und distanzierte damit Volkan Ünal (SC Herford) und Nico Erdelt (TuS Tengern), die wie Guthardt und Heitkamp jeweils fünf Mal erfolgreich waren. Bei der Siegerehrung durch die SVHO-Offiziellen Lothar Schlüter, Hans-Jürgen Fiebich und Thomas Will war dann auch der Ärger über das Nichtantreten des Landesligisten SV Eidinghausen-Werste fast verflogen.

Erst am Samstagabend hatte die SVEW die Absage verkündet, was dem Verein laut des anwesenden Landesliga-Staffelleiters Friedhelm Spey eine Ordnungsstrafe einbrocken wird. „So etwas braucht niemand so kurz vor Turnierbeginn“, ärgerte sich Hans-Jürgen Fiebich, der zunächst versucht hatte, den BSC Blasheim als Nachrücker zu gewinnen, um anschließend die Spieler des gastgebenden SV Hüllhorst-Oberbauerschaft am Sonntagvormittag quasi aus dem Bett zu klingeln. Johann Sudermann, Dominik Rautenberg, Janis Sonnenberg und Co. bekamen tatsächlich noch eine Mannschaft zusammen und verkauften sich als Gruppendritter vor Masters-Sieger und Qualifikant HSC Alswede sehr ordentlich.

Beim zweiten Lokalmatadoren TuS Tengern war Bastian Bartelheimer mit Platz drei, nicht aber mit den gezeigten Leistungen zufrieden. „Wir haben in keinem Spiel wirklich überzeugt. Die Jungs wissen, dass sie mehr können.“ Für den FC Preußen Espelkamp war das Turnier schon nach der Vorrunde zu Ende. Der Landesligist trat in Abwesenheit von Trainer Tim Daseking (er wurde von A-Jugend-Coach Ferhat Kilinc vertreten) nicht in Bestbesetzung an, konnte aber immerhin im letzten Gruppenspiel gegen den VfL Theesen noch ein Erfolgserlebnis verbuchen.

Zum reibungslosen Turnierverlauf trugen die vier Schiedsrichter Christian Westermann, Rene-Pascal Wagner, Thomas Peters und Christoph Gerling bei.

(NW vom 07.01.18)