Starker Auftritt in Verl

SVR gewinnt im Dauerregen mit 4:0.

Das letzte Auswärtsspiel des Jahres gewann der SVR in Verl souverän mit 4:0. Zwar brauchte die Wiehenelf ihre Zeit um ins Spiel zu kommen, doch dafür war die zweite Hälfte um so überzeugender.

Wie schon gegen Lippstadt vertraute Trainer Maaßen in der Abwehr wieder auf eine Dreierkette. In der Startelf gab es nur eine Veränderung. Anstelle des gelbgesperrten Kelvin Lunga spielte Azur Velagic, der auf der rechten Außenbahn agierte. Dort hatte gegen Lippstadt noch Nikola Serra gespielt, der diesmal ziemlich überraschend neben Simon Engelmann in den Angriff beordert wurde. „Er ist vielseitig, und wir wollten der robusten Verler Abwehr auch Wucht entgegensetzen“, begründete Maaßen die ungewohnte Rolle des etatmäßigen Innenverteidigers.

Nach einer ausgeglichenen und verhaltenen Anfangsviertelstunde verzeichneten die Gastgeber die ersten Torannäherungen. Zunächst wurde Daniel Hammel rechts im Strafraum freigespielt, seinen Schuss aus spitzem Winkel lenkte SVR-Torhüter Niclas Heimann zur Ecke ab (16.). Zwei Minuten später kam Sergej Schmik links im Strafraum zum Schuss, der flach am kurzen Pfosten vorbei ins Toraus ging. Doch auch Rödinghausen fand langsam auf dem vom Dauerregen schwer bespielbaren Platz besser in die Partie.

In der 28. Minute setzte Engelmann einen Direktschuss nach Ablage Serras aus 18 Metern über das Tor. Und dann trafen die Gäste zum richtigen Zeitpunkt. Kurz vor der Pause setzte sich Nico Knystock auf der linken Seite im Laufduell gegen Schmik durch, und seine flache Hereingabe fälschte Verls Daniel Mikic in die kurze Ecke des eigenen Tores zum 0:1 ab (43.).

Nach dem Wechsel war noch keine halbe Minute gespielt, als der SVR nachlegte. Wieder wanderte der Ball schnell auf die linke Seite, wieder zog Knystock ab, und diesmal war er mit einem Flachschuss in die lange Ecke zum 0:2 erfolgreich. Drei Minuten später setzte Lukas Kunze den Ball von der Strafraumgrenze knapp über das Tor, in der 54. Minute bereitete er mit einem gewonnenen Zweikampf kurz hinter der Mittellinie den dritten Gästetreffer vor. Engelmann drang links in den Strafraum ein und überwand SCV-Keeper Robin Brüseke mit einem überlegten Lupfer.

Verls Trainer Rino Capretti reagierte wenig später mit einem Dreifachwechsel. Doch eine Wende brachte dies nicht. Stattdessen machte Serra in der 65. Minute mit dem 0:4 gegen die in dieser Szene äußerst schwach verteidigende Verler Abwehr endgültig den Sack zu. Nachdem der Ball in Billardmanier bei ihm gelandet war, schoss er rechts im Strafraum aus acht Metern in die kurze Ecke ein. Der SVR ließ nun Ball und Gegner laufen. Verl kam nur noch zweimal gefährlich nach vorne. Zwei Minuten nach dem 0:4 scheiterte Hammel aus kurzer Distanz an Heimann. Und unmittelbar vor dem Abpfiff wehrte Heimann zunächst einen Schuss von Ron Schallenberg ab, den Nachschuss setzte Stefan Langemann über die Latte.

Wenig später konnten die Gäste den Auswärtssieg am Mittelkreis ausgelassen feiern. „In der ersten Hälfte war es auf dem Platz der schon nach 15 Minuten umgegraben war, eine Lotterie mit unsauberen Aktionen auf beiden Seiten. Das 1:0 machen wir dann durch eine Super-Umschaltaktion und kombinieren direkt nach der Halbzeit wunderbar das 2:0 heraus. Damit hatten wir den Widerstand gebrochen, die zweite Hälfte haben wir komplett dominiert. In Verl muss man erst einmal vier Tore schießen“, war Enrico Maaßen hochzufrieden.

(FuPa)

DIE SPIELDATEN

SV Rödinghausen: Heimann – Flottmann ©, Velagic, F. Kunze (81. Traoré), Engelmann, Knystock, Wolff, Serra (72. Mickels), von Piechowski, L. Kunze (85. Schlottke), Pfanne.

SC Verl: Brüseke – Mikic, Schallenberg, Langemann, Hammel, Haeder ©, Stojanovic, Schmik, Hecker, Acquistapace, Müller.

Tore: 0:1 Daniel Mikic (43. Eigentor), 0:2 Nico Knystock (46.), 0:3 Simon Engelmann (55.), 0:4 Nikola Serra (65.).

Schiedsrichter: Selim Erk, assistiert von Sina Diekmann und Marina Wozniak.

Zuschauer: 738

Foto: Lennart Kränke