Remis in Oberhausen

SVR verpasst „Lucky Punch“.

Der SV Rödinghausen bleibt in der Fußball-Regionalliga unter der Regie von Trainer Farat Toku in Auswärtsspielen ungeschlagen. Das 1:1 (1:0) bei RW Oberhausen bedeutete allerdings auch das dritte Remis auf fremden Plätzen in Folge.

Farat Toku hatte im Vorfeld der Partie Veränderungen im Team angekündigt und den Worten deutliche Taten folgen lassen. Nicht weniger als fünf Änderungen gab es im Vergleich zur 2:3-Niederlage gegen den SV Lippstadt. Jonathan Riemer, Patrick Choroba, Felix Lange, Dino Bajric und Eros Dacaj standen neu in der Startelf. Neben Patrick Kurzen, der wegen einer Gelbsperre nicht mitwirken konnte, blieben Luca Horn und Mattis Rohlfing sowie die beiden Routiniers Daniel Flottmann und Simon Engelmann außen vor. „Das war eine rein sportliche Entscheidung, die ich nicht gegen die Spieler, sondern für die anderen getroffen habe und die wir im Vorfeld auch besprochen haben. Ich hatte eine andere Idee, und die Jungs auf dem Platz haben das dann auch sehr gut umgesetzt“, erklärte Toku die Maßnahme.

Die Wechsel verfehlten ihre Wirkung nicht. Rödinghausen nahm sofort dss Heft in die Hand und hatte nach ersten Offensivaktionen von Ramien Safi und Jeff-Denis Fehr in der 10. Minute Pech, als Safi sich im Strafraum stark behauptete und den Ball an den Innenpfosten schoss. Fünf Minuten später war jedoch die verdienten Führung der Gäste fällig. Diesmal war Safi der Vorbereiter. Er spielte Marco Hober im Strafraum frei, der aus kurzer Distanz in die rechte Ecke einschoss. „Endlich hat er sein erstes Tor für uns erzielt. Ich hatte ihn unter der Woche deshalb schon ein wenig getriezt“, freute sich Toku auch mit einem Augenzwinkern für Hober.

Und Rödinghausen blieb am Drücker. Fehr (27.), Dacaj (34.) und Safi (41.) hatten Möglichkeiten zum Ausbau der Führung, was jedoch Robin Benz im Tor von RWO verhinderte. Unmittelbar vor der Halbzeit wäre auf der anderen Seite den Gastgebern fast noch der Ausgleich gelungen, Denis Donkor schoss nach einer flachen Hereingabe von Moritz Stoppelkamp aber links neben das Tor. Gästetrainer Mike Terranova reagierte in der Pause mit einem Dreifachwechsel, doch das erste Zeichen setzte wieder der SVR durch Fehr, der aus kurzer Distanz an Benz scheiterte (49.). Zwei Minuten später machte sich dann die Neuausrichtung der Hausherren bezahlt, denn der eingewechselte Cottrell Ezekwem erzielte mit einem satten Direktschuss aus 16 Metern in die rechte Ecke das 1:1.

In der Folge entwickelte sich ein offenes Spiel. RWO glich in der 81. Minute Rödinghausens frühen Aluminiumtreffer aus, als Stoppelkamp einen Freistoß aus gut 20 Metern an die Latte schoss. In der Nachspielzeit hätte der eingewechselte Noah Heim die Gäste noch zum Sieg schießen können, er setzte den Ball aber knapp am Tor vorbei. „Den muss er eigentlich machen, das wäre der ,Lucky Punch’ gewesen“, ärgerte sich Toku ein wenig.

Insgesamt überwog bei ihm jedoch die Zufriedenheit über die Mannschaftsleistung. „Wir standen kompakt und wollten schnell umschalten. Das hat funktioniert. Die Jungs haben auch die nötige Aggressivität gezeigt und sich in den Zweikämpfen gewehrt. Unsere Führung war absolut verdient, aber dann müssen wir effektiver sein und das 2:0 machen. Dann kommt Oberhausen nicht so schnell wieder. Grundsätzlich ist ein Punkt in Oberhausen sicherlich in Ordnung, es hätten diesmal aber auch drei sein können“, sagte er abschließend.

(Quelle: NW)

DIE SPIELDATEN

SV Rödinghausen: Weber, Hippe, Bajric, Dacaj, Safi, Choroba, Wolff, Fehr, Hober, Lange, Riemer.

RW Oberhausen: Benz, Montag, Fassnacht, Stappmann, März, Holthaus, Stoppelkamp, Yalcin, Donkor, Öztürk, Boche.

Tore: 0:1 Hober (15.), 1:1 Ezekwem (51.). 

Schiedsrichter: David-Markus Koj, assistiert von Lukas Koch und Patrick Dupont.

Zuschauer: 2031

Foto: Joel Beinke