Nervenaufreibender Pokalfight

SVR unterliegt Paderborn im Elfmeterschießen.

Der SVR muss sich vor ausverkauftem Haus erst im Elfmeterschießen gegen den Bundesligisten Paderborn geschlagen gegeben. Trotz drei Gegentoren gab sich Rödinghausen nicht auf, zeigte einen unfassbaren Charakter und zwang Paderborn an den Rand einer Niederlage.

Verkehrte Welt nach den ersten 45 Minuten im Häcker-Wiehenstadion. Rödinghausen lag zwar mit 0:2 zurück, aber die Wiehenelf hätte auch mit einer Führung in die Kabine gehen können, ja wenn nicht müssen. Die erste dicke Chance hatte Derflinger, der die Kugel an den Pfosten setzte (18.). Kurz danach war Engelmann fast komplett blank nach Hereingabe von Langer. Er schoss aber zu mittig auf das Tor (22.). In der nächsten Aktion umkurvte Engelmann den herauseilenden Torwart, kam aber zu weit nach Außen ab, sodass ein mitlaufender SCP-Verteidger den Ball vor der Linie klären konnte (24.). Das Auslassen der Chancen in dieser Phase wurde dann postwendend vom SCP bestraft. Hünemeier verwandelte einen Freistoß sehenswert zur Führung (28.). Als Antwi-Adjei vor der Pause nachlegte, schien alles für Paderborn zu laufen (43.).

Nach dem Seitenwechsel konnte Rödinghausen jedoch verkürzen. Derflinger schickte Langer in den 16er, der Engelmann anspielte und dieser blieb dann ganz cool vor Huth. 1:2 (53.). Paderborn gewann dennoch wieder die Oberhand, lies einige Möglichkeiten liegen, bis der eingewechselte Mamba sehenswert zum 1:3 traf (73.). Für viele die Entscheidung, aber da haben sie die Rechnung heute ohne Lars Lokotsch gemacht. 9 Minuten nach seiner Einwechslung ließ er das Stadion mit seinem Kopfballtreffer nochmal aufkochen (79.). Völlige Ektase dann im Häcker-Wiehenstadion nach einer Flanke von Derflinger, die Lokotsch zum 3:3 verwertete (84.).

Anschließend ging es in die Verlängerung, in der beide Mannschaften bis aufs Zahnfleisch gingen und Paderborn die besseren Chancen verbuchen konnte. Diese verteidigte der SVR allesamt. Im Elfmeterschießen präsentierte sich der Bundesligist etwas abgeklärter und darf sich auf die nächste Runde freuen. Nichtsdestotrotz kann der SVR unheimlich stolz auf die gezeigte Leistung sein.

(MM)

DIE SPIELDATEN

SV Rödinghausen: Heimann – Langer, Wolff, Flottmann ©, Serra (70. Lokotsch), Traoré (108. Knystock) – Derflinger (92. Steffen), Kunze, Backszat, Schlottke (76. Kurzen) - Engelmann.

SC Paderborn: Huth – Hünemeier, Strohdiek ©, Gjasula, Pröger (76. Oliveira Souza), Jans, Antwi-Adjei, Mamba (83. Shelton), Zolinski (68. Michel), Holtmann (111. Collins), Vasiliadis.

Tore: 0:1 (28. Hünemeier), 0:2 (43. Antwi-Adjei), 1:2 (53. Engelmann), 1:3 (73. Mamba), 2:3 (79. Lokotsch), 3:3 (84. Lokotsch).

Schiedsrichter: Arne Aarnink, assistiert von Markus Schüller und Andreas Steffens.

Zuschauer: 2.236