Ermisch ist ein Kandidat

SV Rödinghausen sucht Alternativen für »Kalle« Wessel.

Wird Mario Ermisch neuer Trainer des SV Rödinghausen? Bild:BünderZeitung
Wird Mario Ermisch neuer Trainer des SV Rödinghausen? Bild:BünderZeitung

SV Rödinghausen sucht Alternativen für »Kalle« Wessel.

Der SV Rödinghausen stellt die Weichen für die kommende Saison. Der Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga verhandelt mit Mario Ermisch, Trainer des Westfalenliga-Ersten TuS Dornberg. Eine Einigung liegt allerdings noch nicht vor.


Wird Mario Ermisch neuer Trainer des SV Rödinghausen? Nach Informationen dieser Zeitung befindet sich der 52-jährige Coach des Westfalenliga-Spitzenreiters TuS Dornberg in intensiven Gesprächen mit dem ambitionierten Wiehen-Club. Stehen die Zeichen auf Abschied? Der SVR guckt sich nach einer Alternative für Wessel um. Zwar bezeichnete der Sportliche Leiter Karl-Ludwig Mayer gestern Medienberichte, nach denen der Ermisch-Wechsel an den Wiehen perfekt ist, als »Ente«, dementieren wollte Mayer einen Kontakt aber auch nicht. Der SVR befindet sich in Gesprächen mit dem 52-jährigen Rechtsanwalt. »Fakt ist, dass es Veränderungen geben wird. Entschieden ist aber noch nichts«, sagte Mayer. Demnach steht auch nicht fest, ob Karl-Friedrich Wessel in der kommenden Saison die erste Mannschaft trainieren wird, oder ob er dem ambitionierten Club in anderer Form erhalten bleibt. In dieser Woche soll es weitere Gespräche zwischen SVR und Ermisch geben. »Mario Ermisch ist ein guter Trainer, den ich schon lange kenne«, sagte »Carlo« Mayer und macht keinen Hehl daraus, dass der ehemaligen Regionalliga-Coach des SC Verl (2004 bis 2009) gut ins Rödinghauser Konzept passen würde. »Solange nichts unterschrieben ist, kann ich aber keine Einigung bestätigen. Gerüchte gibt es ja ohnehin jede Menge. Auch Namen wie Peter Neururer oder David Odonkor sind mit uns in Verbindung gebracht worden.« Definitiv werden sieben bis acht neue Spieler für die Landesliga kommen. Und zwar »aus höheren Gefilden«.
Nach Informationen dieser Zeitung ist sich Rödinghausen mit zwei Dornberger Spielern bereits einig. Nachdem im vergangenen Sommer Sebastian Klaßes zum SVR gewechselt ist, sollen nun auch Rechtsverteidiger Bünyamin Atasayer und Linksfuß Ilhami Karabas unterschrieben haben. Bleibt ihr Trainer der alte? Ermisch kann sich - ohne konkrete Vereinsnamen zu nennen - einen Vereinswechsel vorstellen. Und, dass Rödinghausen die Augen nach einem neuen Trainer offen hält, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Obwohl Wessel mit zwei Aufstiegen in Folge überaus erfolgreiche Arbeit rund um das neue Wiehenstadion abgeliefert hat. Vorsitzender Ernst-Wilhelm Vortmeyer wollte zu einer möglichen Ablösung genau wie Wessel keinen Kommentar abgeben. Ermisch: »Ich habe zwei konkrete Angebote vorliegen, aber entschieden ist noch nichts.« Das Interesse an seiner Person und seine Abwanderungsgedanken teilte er in der vergangenen Woche der Mannschaft mit. »Ich habe den Jungs gesagt, dass Anfragen vorliegen und sie mit so einer Situation professionell umgehen müssen.« Eine Fortsetzung seiner erfolgreichen Arbeit am Mühlenbrink ist aber auch möglich. Am Sonntagabend setzte sich Ermisch mit Hauptsponsor Hartmut Ostrowski zusammen. Ein »offenes und ehrliches Gespräch« mit dem Bertelsmann-Chef sei es gewesen. Am kommenden Wochenende soll in einer Dreierrunde mit Manager Hans-Werner Freese eine Entscheidung fallen. »Es muss eine Perspektive da sein und ich muss Spaß haben an dem, was ich mache. Dazu gehört auch ein Vereinsleben«, sagte Ermisch, der Dornberg im zweiten Jahr coacht.
Zumindest die sportliche Perspektive ist in Dornberg gegeben. Gestern sind die technischen Unterlagen zum Erhalt der NRW-Lizenz an den Verband abgeschickt worden. Seit Sonntag führt Dornberg die Westfalenliga an.

(Quelle: BZ vom 22.02.11)

 

 

 

 

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